Self-hosted Infrastruktur
Ihre Daten auf Ihren Servern — betrieben, nicht nur aufgesetzt
Self-hosting heißt, dass Software und Daten auf Servern liegen, über die Sie verfügen. Der Serverpreis ist dabei der kleinere Teil. Der größere ist der Betrieb: Updates, Backups, Überwachung und ein Rückspiel-Test, der auch stattfindet. Genau diesen Teil übernehmen wir.
Was dabei wirklich anfällt
Die Rechnung wird in den meisten Vergleichen zu kurz gemacht: Software quelloffen, Server im niedrigen zweistelligen Bereich, fertig. Es fehlen drei Posten, und der letzte ist der größte.
- Server und Blockspeicher — planbar, überschaubar, meist der kleinste Betrag.
- Ein zweiter Speicherort für Sicherungen, verschlüsselt und außerhalb der Maschine.
- Betriebszeit: ein bis zwei Stunden im Monat für eine gepflegte Installation, plus ein halber Tag bei größeren Versionssprüngen.
Wann es sich rechnet — und wann nicht
Es rechnet sich, wenn Ihre Daten das Haus nicht verlassen dürfen, wenn viel Speicher pro Person anfällt, oder wenn Sie den späteren Wechsel aus einem geschlossenen Ökosystem vermeiden wollen.
Es rechnet sich nicht, wenn niemand im Haus den Betrieb übernehmen will und auch niemand dafür bezahlt wird. Dann ist ein gehosteter Dienst die ehrlichere Antwort — oder Sie geben den Betrieb ab.
Wie wir arbeiten
Containerisiert, in Deutschland gehostet, mit verschlüsselten Sicherungen über restic und einem Wiederherstellungs-Test im Kalender. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist kein Backup — das ist keine Floskel, sondern der Grund, warum der Termin bei uns ein Termin ist.
Kein Anbieter-Lock-in: Ihre Daten liegen in einem Dateisystem, nicht in einem proprietären Format. Wenn Sie den Betrieb später selbst übernehmen, bekommen Sie die Dokumentation dazu.
Grenzen, die wir vorher nennen
Self-hosting nimmt Ihnen die Verantwortung nicht ab, es verlagert sie. Sie brauchen weiterhin einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Rechenzentrum, ein Löschkonzept und Zugriffsrechte, die zu dem passen, was Ihre Datenschutzerklärung zusagt. Wir richten das mit ein — aber es verschwindet nicht dadurch, dass der Server Ihnen gehört.
Häufige Fragen
Fragen, die uns oft gestellt werden
Was kostet self-hosted Infrastruktur im Monat?
Der Server für 10 bis 30 Personen liegt in Deutschland im niedrigen zweistelligen Bereich pro Monat. Dazu kommen Blockspeicher für die eigentlichen Daten und ein zweiter Speicherort für Sicherungen. Der größte Posten steht in keinem Angebot: ein bis zwei Stunden Betriebszeit im Monat, plus ein halber Tag bei größeren Versionssprüngen.
Ist ein Server in Deutschland automatisch DSGVO-konform?
Nein. Der Standort löst genau einen Punkt, den Drittlandtransfer. Sie brauchen weiterhin einen Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Rechenzentrum nach Art. 28 DSGVO, ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, ein Löschkonzept — das auch für Sicherungen gilt — und Zugriffsrechte, die zu Ihrer Datenschutzerklärung passen.
Wie oft muss so eine Installation gewartet werden?
Sicherheitsupdates kommen regelmäßig, dazu Betriebssystem, Datenbank, Reverse Proxy und TLS-Zertifikate. Nichts davon ist schwierig, alles davon ist wiederkehrend. Realistisch sind ein bis zwei Stunden im Monat für eine gepflegte Installation.
Was passiert, wenn wir den Betrieb später selbst übernehmen wollen?
Die Daten liegen in einem Dateisystem, nicht in einem proprietären Format. Sie bekommen die Dokumentation zur Installation dazu. Genau das ist der Unterschied zu einem Abo: Der Ausstieg ist eingeplant, nicht erschwert.
Wann lohnt sich Self-hosting nicht?
Wenn niemand im Haus den Betrieb übernehmen will und auch niemand dafür bezahlt wird. Dann ist ein gehosteter Dienst die ehrlichere Antwort — oder Sie geben den Betrieb an jemanden ab, der ihn verantwortet.
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